Meat me! - Burger in Premiumqualität liegen voll im Trend

Die Zeiten, in denen man Burger lediglich mit Fast Food in Verbindung gebracht hat, gehören der Vergangenheit an. Das scheinbar simple Konzept eines Stückes Fleisch zwischen zwei Hälften eines Brötchens begeistert zunehmend auch Freunde des „Slow Foods“. Wo es in Augsburg die besten Adressen für den Burger-Genuss gibt, und wie eurer privaten Burgerküche den letzten Schliff verpassen könnt, erfahrt Ihr hier..

Für die einen ist es halt nur ein Fleischpflanzerl mit Semmel, für die anderen der US-Grill-Kult schlechthin. Fakt ist, dass wir auch in Augsburg einen regelrechten Burger-Boom erleben. In der City und vielen Stadtteilen schießen sie wie Pilze aus dem Boden: trendige Burger-Lokale, die dem traditionsreichen Rindfleischklops in immer neuen Variationen huldigen und so neuen Pep verleihen.

Der Trend zum Edel-Burger mit besten Zutaten und kreativen Ideen setzt dabei die Fast-Food-Ketten gewaltig unter Druck – und sie haben ihm auch nichts entgegenzusetzen. Kein Wunder, denn mit Negativschlagzeilen wie der Anklage von Starkoch Jamie Oliver, der dem amerikanischen „Ronald McDonald-Imperium“ vorwarf, sein Rindfleisch bestehe lediglich aus tierischem Fett und Ammoniak und sei keine Nahrung im eigentlichen Sinn, ist es wohl schwer, Kunden für sich zu gewinnen. Warum der „home made“ Burger so erfolgreich ist, hat aber viele Gründe. Wir haben uns einmal in Augsburg umgesehen.

Handarbeit macht den Burger

Im „Grizzly´s Burger und Freude“ am Oberen Graben treffen wir die Geschäftspartnerinnen Mona und Stephanie von Mr. & Mrs. Friseure & Kosmetik. Das „Grizzly´s“ ist der erklärte Lieblings-Burgerladen der jungen Unternehmerinnen. Und ihr all-time favourite ist der „Crispy Chicken“. „Man schmeckt einfach, dass die Burger hier mit Liebe zubereitet werden – zum Fast-Food kein Vergleich!“, sind die beiden Stammgäste, die auf ihr Tischreservierungskärtchen schon mal ein Herz gemalt bekommen, überzeugt. Inhaber Kosrat Hama Salih und sein Küchenchef Horst Lewandowski haben ihre Speisekarte um ein Gourmet-Burger-Angebot erweitert. „Tagesfrisches Fleisch vom heimischen Weiderind, und in der Zubereitung steckt viel Handarbeit“, so die beiden und bestätigen die steigende Nachfrage nach Premium-Produkten.

New York-Style Burger bei Soulmusik oder vegane Pizzen aus dem Foodtruck

Eine weitere Hochburg des Beef-Kults: Das „Burger´s“ beim Azsteakas in der Ludwigstraße präsentiert sich im New York Style; im Hintergrund läuft Soulmusik. „Die Patties werden bei uns im Hause produziert aus frischem Black Angus Beef aus Südamerika – die Qualität ist so hochwertig, wie bei unseren Steaks, da es sich um dasselbe Fleisch handelt“, so Deloris Matanda, Assistentin der Geschäftsleitung. Die Karte wird derzeit noch erweitert; demnächst soll ein Kobe Burger für eine Portion Extravaganz sorgen.

Wir machen uns auf den Weg zu einem „Geheimtipp“. Das „Camouflage“ in Haunstetten ist in erster Linie für seine klassischen und veganen Pizzen und auch seinen Food-Truck bekannt. Doch Inhaber Manuel Engelhardt ist auch Burger-Fan. Bei den Gästen kommt vor allem der Ochsenburger – das Fleisch für die selbst gemachten Patties stammt vom Ausnahme-Rinderzüchter Christoph Kunad bei Wertingen – bestensan. Die Buns liefert die Bäckerei Rager. Aber auch eine fleischlose Alternative begeistert: Der „Italian Vegetarian“ ist eigentlich eine Variation des sizilianischen Gerichts Parmigiana, einem aufwändig zubereiteten Auberginen-Auflauf, der mit Parmesan-Käse und Tomatensauce schichtweise gegart wird. Der Geschmack überzeugt; vor allem ist dies eine echte Alternative zu meist einfallslosen Gemüse-Pattie-Burgern oder noch faderen Tofu-Burgern. Auch im Camouflage arbeitet man an kreativen neuen Ideen: Eine „Surf and Turf“-Variante hat der Boss, dem auch sein Auftritt bei „Mein Lokal, Dein Lokal“ viele Sympathien eingebracht hat, gerade in der Mache.

Zu den schärfsten Konkurrenten der Fast-Food-Ketten zählen auch die hippen Imbiss-Burgerlocations. Zum Beispiel „Beisser Burger“ im „Berlin Style“ in der Dominikanergasse. „Ehrliche Burger in Handarbeit – Fleisch aus artgerechter Tierhaltung von der Hofmetzgerei Ottilinger“ verspricht die Karte. Das Brot kommt vom Bäcker Laxgang – Regionalität ist also Trumpf. Kreationen wie der „Brieberry-Burger“ mit karamelisierten Zwiebeln, Briekäse und Preiselbeeren machen Lust auf außergewöhnliche Geschmacks-erlebnisse.

Auch das Angebot an Vollkorn Veggie Burgern wie etwa dem „Portobello Pilz“ zeugt von Einfallsreichtum. Eine weitere Besonderheit: Auch bei den Beilagen kann man neben klassischen, „handgeschnitzten“ Pommes exotische Angebote wie Süßkartoffel-Fritten mit Mango-Chutney oder Zwiebelringe im Biermantel entdecken. Das hat was.

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Regionale Zulieferer und selbstgemachte Saucen

Ebenfalls erfolgreich ging von Ulm aus der trendig eingerichtete „Damn Burger“ in Augsburg an den Start. Auch hier in der Schaezlerstraße setzt man auf die starke Einbindung regionaler Zulieferer. Handgemachte Dinkel-Brötchen, Fleisch der Metzgerei Pappe, selbstgemachte Saucen, frei von Konservierungsstoffen, Farbstoffen und Geschmacksverstärkern; all das ist selbstverständlich.

Neben Burger-Classics in verschiedenen „Gewichtsklassen“ gibts für Veganer-Freunde auch eine schmackhafte Seitan-Kreation. Ursprünglich aus der traditionellen japanischen Tempura-Küche stammend, gewinnt das fettarme Weizeneiweiß-Produkt, das in seiner Konsistenz an Fleisch erinnert, auch bei uns immer mehr Freunde. Einen „alten Bekannten“ der Augsburger Burger-Kultur haben wir uns für den Schluss aufgehoben. In der legendären „Haifischbar“ in der Spitalgasse haben seit langem nicht nur Live-Musik-Fans, sondern auch viele Burger-Freunde ihre Heimat gefunden.

 

 

Gegenüber der Augsburger Puppenkiste werden die Hafenkneipen- und Tiki-Bar-Varianten im polynesisch inspirierten Ambiente serviert.Sowohl die Qualität als auch die Quantität der Portionen machen den Heimathafen von Inhaber Roland Antonovic so beliebt.

Zu guter Letzt noch ein anderer Aspekt des Burger-Booms; gerade jetzt zum Beginn der Grill-Saison setzen immer mehr Menschen natürlich auf den ultimativen „homemade“-Burger-Kick: Nämlich zuhause selbst die Hackbuletten auf dem Rost zu wenden, zu würzen und mit kreativen Toppings zu versehen. All denen empfiehlt der Augsburger „Grill-Master-Chief“ Michael Karanez seinen „Napoleon Prestige Pro 665“ – die vielleicht stilvollste High-Tech-Lösung für den Burger-Boom daheim…