Foto: A. Merbeth

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Ian Thomas McMillan hat Honig im Kopf

Schauspieler Ian Thomas McMillan ist beim US-Remake des deutschen Blockbusters mit dabei und erzählt dem A-YOU! von Til Schweiger und Tourette.

Einmal Hollywoodgrößen wie Nick Nolte und Matt Dillon anschreien – und das auch noch vor Til Schweiger? Ian Thomas McMillan hat genau das getan – vor der Kamera und für einen Film versteht sich. Der gebürtige Augsburger ist nämlich Schauspieler und schaffte es in den Cast für die amerikanische Version des deutschen Erfolgsfilms „Honig im Kopf“, bei dem ebenfalls Til Schweiger Regie führt. „Ich habe dafür in meinem Wohnzimmer ein e-Casting übers Internet gemacht“, erzählt der 30-Jährige lachend. Mit Erfolg: Nun spielt er einen Tourette-Patienten mit einem ausgeprägten Hip-Hop-Tic, da kann man sich gut vorstellen, dass es da schon mal etwas lauter und ungewohnt werden kann. „Ich habe mich intensiv mit dem Originalfilm beschäftigt, mir eine Rollenbiographie erarbeitet und dann versucht, mein eigenes Ding draus zu machen.“ Gedreht wurde die Krankenhausszene mit Ian und den Stars im Rathaus von Potsdam. Auch wenn der junge Theaterschauspieler schon einige Filmerfahrungen vorweisen kann (z.B. SOKO Köln), war es seine erste Kinofilmrolle. Und dann gleich mit solch hochkarätigen Hollywoodmimen! „Ich war total nervös. Das ist immerhin eine Riesenchance, die will man natürlich nicht versemmeln und seinen Job gut erledigen. Das ganze Film-Team war aber unglaublich unterstützend und voll nett, da bin ich dann schnell runtergekommen. Obwohl ich nur einen Drehtag und eine kleine Rolle hatte, bekam ich danach Blumen und Wein geschenkt und hatte sogar ein eigenes Lichtdouble. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. In Zukunft möchte ich gerne mehr im Bereich Film arbeiten.“

Theater, tee und jetzt Til schweiger

Seine ersten Theatererfahrungen sammelte Ian bereits in jungen Jahren im Jugendclub des Theaters Augsburg unter Leitung des Regisseurs Holger Seitz. Da war ihm schnell klar, dass er unbedingt Schauspieler werden möchte, was ein paar Jahre später auch klappte: Bereits bei seinem ersten Vorsprechen wurde der Deutsch-Engländer an der Hamburger Schauspielschule aufgenommen. Danach verschlug es ihn nach Koblenz ans Theater, aber immer wieder auch nach Augsburg. „Im Hinterhof meines Elternhauses halte ich mich am liebsten auf, sitze in der Sonne, lese und trinke Tee“ – da kommen ganz klar die britischen Gene seines Vaters durch. Über seine Hamburger Agentur Filmgold und seine Agentin Eva Wirth bekam er dann schließlich die Chance mit Til Schweiger zu drehen. „Er ist total down to business, macht klare Ansagen und kommuniziert direkt. Das fand ich sehr angenehm und gut zum Arbeiten. Auch Nick Nolte war echt cool. Er hat eine unglaubliche Energiewucht, ist ein unberechenbarer und spannender Schauspieler. Ich musste gar nicht viel spielen, sondern konnte einfach auf ihn reagieren.“ Für die US-Version des deutschen Blockbusters wurde monatelang in Hamburg, Berlin, Venedig und schließlich Südtirol gedreht. „Die Effizienz eines Hollywoodfilmteams ist unglaublich. Keiner steht dumm rum und jeder weiß genau, was er zu tun hat.“ Da sind wir schon mal gespannt, wie sich der Augsburger kommendes Jahr auf der großen Leinwand macht und mit welchen Hollywoodstars er vielleicht als nächstes dreht. Auf jeden Fall sagen wir schon mal Toi Toi Toi und Vorhang auf!