Nächstes Ziel: Spielfilm

Jungregisseur Marcel Cornelius erzählt dem A-YOU! von seinem aktuellen Projekt, was er an Filmen liebt und warum gute Helden so wichtig sind.

Erschöpft, aber mit einem Lächeln auf dem Gesicht, lässt sich Marcel Cornelius neben uns auf das Sofa fallen. Seit sechs Tagen schneidet er nonstop an dem Trailer für seinen neuen Film. Es wird ein actionreicher Kurzfilm – „ein Blockbuster im Extrakt“ sozusagen – mit hollywoodreifer Filmmusik und einem deutschlandweit bekannten Cast. Soviel kann Marcel uns vorab schon einmal verraten. Gedreht wurde für das bisher größte Projekt in der Geschichte seiner Produktionsfirma Corneliusfilms aber nicht nur in Augsburg, sondern sogar in Kalifornien und New York. Das war eine aufregende und spannende Zeit für das ganze Team. Dass sich alle Beteiligten am Set wohl fühlen, Spaß haben und dadurch gute Arbeit leisten können, das ist dem jungen Regisseur sehr wichtig. Seinen ersten Film drehte Marcel bereits mit 12 Jahren und gründete Ende 2010 dann schließlich seine eigene Firma. Seitdem arbeitet er fleißig an seiner Karriere und konnte bereits zweimal mit seinem Team einen Preis bei der Berlinale abstauben. Zu seinem Kundenstamm gehören namhafte Firmen und TV-Sender wie zum Beispiel BMW, Media Markt, RTL 2 oder das ZDF.

gute heldengeschichten sind das wichtigste

Drei Filme haben Marcel in seinem künstlerischen Schaffen besonders stark beeinflusst: Star Wars, Indiana Jones und der Weiße Hai. Vor allem der preisgekrönte Tier-Horrorschocker von Steven Spielberg hat es dem Cineasten angetan: „Dieser Film verkörpert alle Herausforderungen, denen auch ich mich in meiner Arbeit stellen musste. Mit wenig Budget und manchmal fehlender Technik muss man trotzdem schauen, wie man sein Ziel erreichen kann.“ Sinnlose Effekthascherei jedoch mag Marcel nicht. „Gute Helden, die eine spannende Geschichte erzählen und von denen man mehr sehen möchte, sind für einen Film am wichtigsten.“ Als Beispiel nennt uns der Martin Scorsese-Fan hierfür die Filme The Wolf of Wall Street oder auch Deadpool, von dessen Selbstironie und Komik Marcel begeistert ist und die auch in seinen Arbeiten sichtbar werden. Und genau das ist auch das nächste große Ziel für Marcel und seine Produktionsfirma: der erste 90-minütige Spielfilm! Könnte das Thema dafür auch mit der Fuggerstadt verbunden sein? „Ja klar, warum nicht. Es gibt hier in der Gegend viele interessante Geschichten. Einen Augsburger Tatort fände ich sehr spannend.“ Viele Augsburger Schauspieler besetzt er schon mal in seinen Projekten, denn gute und lokale Zusammenarbeit sind dem Regisseur teuer und wichtig. So, jetzt muss aber weiter gearbeitet werden, so ein Trailer schneidet sich schließlich nicht von alleine. „Ohne mein super Team wäre ich aufgeschmissen. Wir arbeiten gerade alle sehr hart und fühlen uns, als ob wir einen großen Berg besteigen.“ Aber das Gipfelkreuz ist ja bereits in Sichtweite, und jeder, der schon einmal Wandern war weiß, dass die Aussicht von da oben einfach nur grandios ist.