inlovewithanni: Von der Lehrerin zur Bloggerin und zurück

Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, ist nicht immer einfach. Wie es funktionieren und wie man dabei auch noch Spaß haben kann und Positivität versprüht, zeigt euch Anna vom Instagram Blog inlovewithanni. Das A-You! hat sich mit der jungen Mutter getroffen, um über Vorurteile bezüglich ihres Instagram Auftrittes, der Erziehung ihrer Kinder und die schönen Dinge im Leben zu sprechen.

Die Themenvielfalt auf Instagram ist so unterschiedlich, wie die User der Fotoplattform. Von Mode über Essen bis hin zu Lifestyle ist wirklich alles vertreten. Jede Subkultur hat ihre Helden und kann sich hier untereinander austauschen und Inspirationen holen. Genau das war es auch, was Anna vom Instagram-Blog inlovewithanni so fasziniert hat. Mittlerweile ist es die 31-jährige Augsburgerin selbst, die zur Inspirationsquelle für junge Mütter geworden ist: "Es gibt viele Leute, die mir immer wieder sagen, dass ich sie inspiriere und sie es toll finden, was ich da mache. Ich mache ihnen Mut, dass man eben auch mit Kindern alles unter einen Hut bekommt und dennoch viel unternehmen kann." Dabei versprüht die Grundschullehrerin auch noch so viel Freude und Positivität dass es nicht verwunderlich ist, dass ihr Motto: "Don't Worry, Be Happy" ist. Wie sie das trotz Arbeit, ihrer zehn Monate alten Tochter Lotti und ihrer großen Tochter Feli schafft verrät sie dem A-YOU!: "Ich bin niemand, der ständig Sprüche raus haut, aber ich bin ein lebensfroher Mensch und auch wenn ich einmal negative Momente habe, dann suche ich mir sofort etwas, das mich positiv stimmt. Ich habe gelernt, mich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen und wenn es auch nur einmal am Tag ein Kaffee ist, den ich genüsslich ohne Stress trinke. Die kleinen Dinge sind wichtig. Deswegen mein Tipp: Sucht euch jeden Tag etwas, auf das ihr euch freuen könnt. Man muss als Mama auch an sich selbst denken und wenn es nur eine heiße Badewanne am Abend ist, wenn die Kinder schlafen. So habt ihr immer etwas, auf das ihr euch freuen könnt."

Das ganze Leben auf einem Blog

Wer auf das Profil von inlovewithanni geht, der bekommt einen Einblick in den Alltag einer berufstätigen Mutter, die die schönen Dinge im Leben zeigen möchte: "Ich habe einen Lifestyle Blog, auf dem von allem ein bisschen zu finden ist. Mode, Essen und Familie. Das erste was auffällt ist, dass ich hauptsächlich Bilder hochlade, die einen positiv stimmen. Ich stelle keine negativen Momente in den Fokus. Mein Blog soll ein positives Lebensgefühl vermitteln. Seit der Geburt meiner Tochter Lotti ist das Familienleben natürlich in den Fokus gerückt. Ich habe mir dann gedacht, ich sollte nicht alles so verbissen sehen, weil man schon alles unter einen Hut bekommt. Wenn die Mama entspannt ist, überträgt sich das auch auf das Kind und das ist es doch, was wir wollen. Glückliche Kinder." Als Mutter hat man es nicht einfach. Von außen kommen ständig Ratschläge, denn jeder weiß es besser, als die Mama selbst. Doch das ist in den Augen von Anna völlig verkehrt, denn jeder muss selbst entscheiden und genau so handhabt sie es auch. Die Lehrerin arbeitet seit diesem Schuljahr wieder und daher musste ihre Tochter schon früh in die Krippe, was bei Vielen für Unverständnis sorgt: "Für mich war klar ich bin auf meinen Verdienst angewiesen und kann nur ein Jahr daheim bleiben. Da ich den Regierungsbezirk gewechselt habe, musste ich zum Schuljahresbeginn anfangen. Dann musste ich in den sauren Apfel beißen und Lotti in die Kita geben. Am Anfang hatte ich große Bedenken, aber ich sehe wie die Lotti unter den anderen Kindern aufblüht. Sie krabbelt in der früh schon freudestrahlend in die Gruppe. Das hat mir die Angst genommen. Es ist also gar nicht so schlimm dass sie jetzt schon in die Krippe geht." Die Diskussion über diese Entscheidung sieht die 31-Jährige als ungerecht: "Es gibt einfach Themen, die Kinder betreffen, die jeder individuell regeln muss. Es hat nicht jeder den gleichen Lebenshintergrund oder Standard. Es ist wie das Thema Stillen oder nicht stillen. Alle sagen immer man muss stillen, wenn das aber nicht geht oder man das nicht möchte, wird man dumm angeredet. Das muss aber einfach jeder für sich ganz allein entscheiden, da hat niemand mit rein zu reden. Es ist echt schade, dass einem da ein schlechtes Gewissen gemacht wird."

Mein Kind, meine Entscheidung

MAKEUP 20170819203320 saveGenau so kritisch wird die Bloggerin angesprochen, wenn es darum geht, dass sie ihre Kinder unverpixelt im Internet auf Bildern zeigt. Doch auch hier hat die Mutter die passende Antwort für Hater: "Über dieses Thema kann man gar nicht diskutieren, denn da sind die Fronten so verhärtet. Diejenigen die das nicht wollen sind strikt dagegen und die lassen sich auch nicht umstimmen, was sie auch nicht tun müssen, aber ich lasse mich eben auch nicht umstimmen. Ich habe da sehr lange mit meiner Familie und Freunden geredet, ob ich es mache und wie ich es mache. Wir haben uns entschieden, da wirklich nur positives Feedback gekommen ist, dass ich sie schon zeige. Aber meistens sind die Bilder nicht frontal. So richtig klar sieht man das Gesicht nie. Das ist der einzige Punkt, auf den ich achte. Weil so viele gesagt haben, ich soll aufpassen, da kann was Schlimmes passieren. Also nur wegen dem Hörensagen lässt man sich da ein schlechtes Gewissen machen. Ich hätte da wohl selbst gar nicht so drauf geachtet, weil ich eher ein Mensch bin, der den Leuten immer erst einmal etwas Positives zuschreibt und nicht das schlechte im Menschen sieht. Außerdem behalte ich meine Follower im Auge." Jeder muss selbst entscheiden und sollte sich auch nicht rein reden lassen. Dass alles zu schaffen ist, Job, Familie und Spaß haben zeigt Anna ganz deutlich. Ganz ohne Planung wäre das aber auch nicht möglich, wie sie noch verrät: "Job und Familie so zu wuppen ist wirklich nur möglich durch gute Organisation. Ich bin ein sehr durchstrukturierter Mensch. Ich plane viel und mit Kindern ist es meiner Meinung nach auch nicht anders möglich. Am Abend machen wir unseren Plan für den nächsten Tag und dann können sich alle drauf einstellen und dann ist es viel entspannter und ich kann meine Arbeit auch gut einteilen." Mit Planung und der gewissen Portion Freude am Leben lässt sich also alles schaffen und wer dazu Inspiration benötigt, der sollte auf dem Blog von Anna vorbei schauen.