Politik: Markus Bayerbach im A-YOU! Gespräch

Geht wählen! Am 24. September ist Bundestagswahl und wir schauen uns die Augsburger Direktkandidaten an. Heute Markus Bayerbach von der AfD im A-YOU! Interview.

Politiker müssen eine Geschichte haben, um Wahlen zu gewinnen: In drei Sätzen, was ist Ihre Story?

Der Mut zur Wahrheit und die Bereitschaft für meine Überzeugungen einzustehen. Ich bin absolut überzeugter Demokrat und stelle mich gerne jeder inhaltlichen Auseinandersetzung. Die Karriere als Politiker interessiert mich nicht, ich stehe mitten im Leben und will meine Erfahrungen einbringen und verändern, verbessern, erhalten.

Ist der größte Mythos in der Politik, dass Wahlkämpfe mit Inhalten gewonnen werden?

Sicherlich gibt es verschiedene Typen von Wählern. Interessierte und Informierte, aber auch Wähler, die nach Bauchgefühl, Sympathie und Aussehen entscheiden. Der Anteil der Wähler, welche die Parteiprogramme vergleichen und lesen dürfte jedoch sehr gering sein. Leider, denn gerade bei der AfD würden durch das Studium viele Vorurteile beseitigt. Mit dem Wahlomaten kann heute jeder recht einfach abklären, welche Partei vom Programm der eigenen Einstellung am Nächsten kommt.

Wie wollen Sie junge Leute überzeugen, wählen zu gehen?

Für meine Generation geht es nur noch um die Gestaltung eines Lebensabschnitts. Bei den Jungen geht es um fast die komplette Lebensspanne und ihre Zukunft. Insofern wäre es töricht die zukünftigen Lebens- und Arbeitsbedingungen nicht mit zu entscheiden oder noch besser selbst mit zu gestalten.

Wann wussten Sie, dass in Ihnen ein Politiker steckt?

Politiker?! Das bin ich meiner Meinung nach nicht. Wer 50 Jahre mit beiden Beinen im Leben stand und hart gearbeitet hat ist vielmehr ein Bürger aus der Mitte der Gesellschaft. Ich will meine Lebenserfahrungen als Vater, Förderlehrer, Stadtrat, Vertrauensmann der Schwerbehinderten, Mitglied des Behindertenbeirats, usw. einbringen. Es gibt viel zu viele Berufspolitiker mit der Historie - Kreissaal, Hörsaal, Plenarsaal. Keine Ahnung vom wirklichen Leben, aber das hauptberuflich!

Welches Kompliment hätte Ihnen Rainer Brüderle in einer Hotelbar in Stuttgart gemacht?

Als FDP-ler wohl eher keines, aber im Bereich Wirtschaft und Bildung würden wir uns sicher trefflich streiten und sogar die eine oder andere Gemeinsamkeit entdecken. Und, na ja, wenn schon…“Du bist doch einer der ganz vernünftigen AfD Mitglieder, obwohl du nicht mal Professor bist!“