An(n)ekdote: Amore Augsburg (Kommentar)

Ach du wundervolle Fuggerstadt – jetzt da ich in dein Innerstes gezogen bin, habe ich mich erneut in dich verliebt. Die wundervolle Altstadt mit ihren kleinen Gässchen und die unzähligen Brücken und Bäche, die dich zu klein Venedig machen und direkt Urlaubsfeeling versprühen. Schönes Leben hier! 

 Doch nicht nur Augsburg ist bezaubernd, sondern auch die Leute, die die Stadt für die ansässigen Hipster interessant machen. Besonders hervorzuheben sind die Mädels und Jungs, die das Modular Festival (mehr dazu ab Seite 56) auf die Beine stellen. Ich habe eine ganz besondere Beziehung zu diesem ach so wundervollen kleinen Festival, das sich ganz schön gemausert hat. Vom kostenlosen Spaß mit grandiosen Bands zu einem kostenpflichtigen mit immer noch fantastischem Line-up. Eines ist jedoch gleich geblieben: Die intime und wundervolle Atmosphäre und da bleibt es nicht aus, dass einem der ein oder andere Hauptakt schon mal auf dem Gelände über den Weg läuft und wenn nicht, dann muss man da einfach nachhelfen. Ich verrate euch nun auch ein Geheimnis. Liebe Modular-Betreiber, bitte nicht weiterlesen.

Fangirl Alarm

2012 war ich bereits so ein großer Kraftklub Fan, dass ich sie unbedingt hautnah erleben wollte. Vor ihrem Auftritt habe ich sie leider nicht erwischt und auch als sie von der Bühne gegangen sind, war zunächst kein rankommen an Felix Brummer und Co. Ein Schlupfloch gab es allerdings noch – backstage. Wie sollen mein Kumpel Tim und ich es allerdings schaffen, an dem Sicherheitspersonal vorbei zu kommen? Schließlich haben wir keine Backstage-Pässe, sondern nur normale Bändchen... Augen zu und durch, mehr als uns aufhalten können sie nicht. Doch keinen hat es interessiert, dass wir keine Berechtigung hatten und plötzlich standen wir vor der Umkleide von Kraftklub. Was nun? Klopfen oder einfach rein gehen oder doch umdrehen weil wir Schisser sind? Einmal tief Luft geholt und klopf klopf... Till Brummer öffnet die Tür und meine Augen fangen zu leuchten an. Einige Flaschen Jägermeister und Gespräche mit Karl Schumann, Steffen Israel und Max Marschk später, fehlte mir aber immer noch Felix. Kurz bevor wir nach über zwei Stunden nun doch dem Sicherheitspersonal aufgefallen sind, kommt er frisch geduscht um die Ecke und ich bekomme noch mein lang ersehntes Foto mit ihm. Auch wenn die Band mit uns gerne weiter gefeiert hätte, mussten wir uns an die Regeln halten und den Backstage-Bereich verlassen. Allerdings ist diese Geschichte jedes Mal vor dem Modular aktuell und Tim sagt: „Weißt du noch damals, als wir uns backstage geschlichen haben...“ Klar weiß ich das noch und ich werde es auch niemals vergessen. Rückfall nicht ausgeschlossen. Schließlich kommen dieses Jahr nicht nur Megaloh, sondern auch Maeckes aufs Modular und ich kann für nichts garantieren, ganz getreu dem Motto: Mach halt, was du willst!

BU: Noch einige Jahre jünger: Ich mit Felix Brummer. Kraftklub hat mir einen der wunderschönsten und aufregendsten Abende auf dem Modular Festival bereitet, den ich niemals vergessen werde und von dem auch noch meine Enkel erfahren werden.