An(n)ekdote: Bin ich ein Faultier? (Kommentar)

Dornröschen hatte es schon gut: 100 Jahre schlafen, was für ein Traum! Was würde ich dafür geben, dass eine Fee vorbei fliegt und mich ins Traumland schickt... Schlafen ist eine echte Leidenschaft. Ich kann das immer und überall. Egal ob in der Früh in der Tram auf dem Weg in die Arbeit oder im Reisebus auf einer Auswärtsfahrt mit dem TSV Haunstetten – egal wie ungemütlich und zu welcher Tages- und Nachtzeit. Bin ich also ein Faultier oder liebe ich schlafen einfach nur?

In meinem Märchen gibt es keinen Prinzen, der mich nach einem erholsamen 100-Jahre dauernden Schlaf wach küsst. Der Prinz ist dem erbarmungslosen Klingeln des Weckers gewichen und auch die Dauer des Schlafes variiert eher zwischen fünf und acht Stunden als 100. Die bittere Realität ist, ich bin ein Morgenmuffel und zwar ein richtig übler. Der frühe Vogel kann mich mal. Vor zehn Uhr braucht man mit mir nicht sprechen und schon gar nicht, bevor ich meinen ersten Kaffee hatte. Daher bewundere ich Menschen, die morgens gut drauf sind und effektiv arbeiten können, wie unsere Story ab Seite 7 berichtet. Für mich wäre es „die Todstrafe“, um sechs Uhr zu arbeiten und das auch noch gut gelaunt. Ich bin eher die Nachteule. Schlafen ist mein Lebenselixier, aber nur in Kombination mit Kaffee.

KaffeE als Elixier 

Kaffee ist für mich eine Religion und in meinem Kopf bete ich das schwarze Gold auch an: „Kaffee unser, der du bist in der Tasse, geheiligt werde dein Koffein. Dein Aroma komme. Dein Wachmachen geschehe. Wie am Morgen so auch bei der Arbeit und führe uns nicht in den Entzug, sondern erlöse uns von der Müdigkeit, denn dein ist das Wachsein und die Kraft und die Entspannung in Ewigkeit, Arabica.“ Das findet ihr übertrieben? Ihr habt mich ja noch nicht auf Kaffee-Entzug erlebt. Wenn die kritische Phase am Morgen jedoch überstanden ist, ich den ersten Kaffee des Tages hatte und in die Arbeit geradelt bin, kann auch ich mir ein Lächeln abringen.