Escape Room: Wie kommen wir hier raus?

Eine Stunde Zeit, fünf Kollegen, ein Ziel: Entkommen. Wir stehen mit Augenbinden in einem abgedunkelten Raum. Kurz zuvor hat uns Jaro Holzmann, einer der Inhaber des Escape Room Augsburg, die Story unserer Entführung erzählt: „Ihr wurdet von John Parker gekidnappt. Auf seinem Kerbholz stehen schon einige Morde und er war 20 Jahre in einer Psychiatrie mit Sicherheitsverwahrung. Nun ist er rückfällig geworden und eure letzte Chance, um ihm nicht zum Opfer zu fallen, ist es, aus seiner Wohnung zu entkommen. Tick Tack!“ 

Das Kopfkino leistet volle Arbeit. Gänsehaut und ein beklemmendes Gefühl breiten sich aus. Wir haben genau eine Stunde Zeit bis der Entführer zurück kommt. Die Uhr läuft erbarmungslos runter. Wir schwärmen in dem kleinen Raum aus wie ein Bienenschwarm und sammeln alle Hinweise, die wir auf den ersten Blick entdecken können und versammeln alles auf dem Schreibtisch. Hier steht nämlich die einzige Lichtquelle. Ob das jedoch so intelligent ist, wenn alle Hinweise durcheinander auf dem Tisch liegen, ist eher fraglich.

Einen wachen Geist, gutes Teamwork und in unserem Fall die Stimme aus dem Off sind gefragt. Jaro hat uns im Blick und hat erkannt, dass wir uns verrannt haben. Wir denken nämlich viel zu kompliziert. Über das Funkgerät bekommen wir von ihm einen wichtigen Hinweis, so dass wir die erste Truhe öffnen können, die wiederum ein Schloss am Schrank löst. Der Schrank ist mit vier Schlössern gesichert und schnell ist klar: Wenn wir hier raus wollen, müssen wir die Zahlenkombinationen herausfinden.

Der Druck steigt im Escape Room

Die Zeit wird knapp. Nur noch neun Minuten, dann kommt unser Entführer zurück. Für was brauchen wir die Streifenkarte? Warum gibt es genau einen schwarzen Würfel? Ist er ein Hinweis? Deutet er uns eine Zahl, für die Schlosskombination? Wenn ich die Sonnenbrille aufsetzte, sehe ich einen versteckten Hinweis an der Wand? Was soll uns das Passfoto sagen? Brauchen wir einen Duden? Schnell, kommen wir hier noch rechtzeitig raus?

Fokussieren ist also angesagt. Stück für Stück kommen wir der Lösung auf die Spur, weil wir den Blick fürs Detail entwickelt haben. Mit dem Zeitdruck im Nacken wühlen alle nochmal wie Trüffelschweine umher, um nun auch die letzte Ziffer aufzuspüren. Ein Schloss nach dem anderen knacken wir bis wir auch die letzte Kombination finden. Die Türe geht auf – Tageslicht. Erleichterung! Wir sind entkommen. Gerade noch rechtzeitig.

Den Rekord von 34:46 Minuten können wir zwar nicht knacken, trotzdem sind wir uns am Ende einig: „Es war grandios!“ Der innere Sherlock Holmes hat sich bemerkbar gemacht und wir hätten am liebsten gleich weiter gerätselt. Zwei weitere Räume (Wrong Decision & Trip to Mexico) haben die Köpfe hinter dem Escape Room Augsburg – Dennis Vetter, Jaro Holzmann und Emanuel Becker – nämlich noch in petto. Der nächste Geschenkwunsch steht also: Ein Gutschein, um auch die beiden anderen Rätsel im Team zu lösen.