Time to say good buy

A-You! zu Gast bei Life-Tree: Warum wir Augsburger nicht nur nachhaltig essen, sondern auch shoppen sollten!

Veganes Eis, glutenfreies Brot, Chili sin Carne - Lebensmitteltechnisch kann es nicht nur den Augsburgern im hippen Bismarckviertel biologisch und organisch genug sein. Und auch die Augsburger Modeszene setzt inzwischen vermehrt auf nachhaltigen Konsum. Ja wir wissen, dass der Begriff „nachhaltig“ inzwischen überfrachtet ist. Hinzu kommt noch die Problematik, dass so sehr wir auch versuchen im Einklang mit der Umwelt zu leben, direkte Verbesserungen nur schwer sichtbar sind und sich nichts von heute auf morgen ändert. Warum wir trotzdem von nachhaltiger Mode profitieren und sie uns mehr Gutes tut als nur unser Gewissen zu besänftigen, erfährt das A-YOU! im Gespräch mit dem Augsburger Design-Label Life-Tree.

Die beiden Kindheitsfreunde Manuel, ursprünglich Heilerziehungspfleger, und Martin, Dozent an der Kunstakademie bei St.Stephan, sind die Gesichter hinter Life-Tree. Alles beginnt mit der Idee die Kunst von Martin, abstrakte Baummotive,  auf wertvoll hergestellte T-Shirts zu drucken. Mit den Jahren wurde aus dieser WG-Zimmer-Produktion ein etabliertes nachhaltiges Label, dass Fairwear von Cap bis Longsleeve aus hochwertigen, funktionalen Stoffen erschafft.
Die Jungs verwenden Textilien von verantwortungsbewussten und fair produzierenden Herstellern. „Nachhaltige Mode bedeutet ja nicht nur, dass dein T-Shirt nicht von Kindern gemacht wurde“,erklärt Manu im Interview. Der Unterschied liegt in der Qualität, der Haltbarkeit und dem Tragekomfort. „Wir haben uns für diese Materialien entschieden, weil wir selber Klamotten haben, die schon über 10 Jahre alles mitgemacht haben und trotzdem noch einwandfrei sind.“ 
Life-Tree bezieht neben der obligatorischen Bio-Baumwolle auch Materialien aus Hanf und einem Mischgewebe aus Modal, Tencel und Bambus-Viskose. Dass die Pflanze Hanf bei uns grundsätzlich erst einmal andere Assoziationen auslöst, ist nichts Neues. Als Hanffaser in Textilien verfügt sie über eine antibakterielle Wirkung, das bedeutet es stellen sich weniger schnell unangenehme Gerüche ein und man muss Klamotten aus Hanffaser also seltener waschen. Modal-Fasern sind strapazierfähiger als andere Materialien, Tencel ist besonders hautfreundlich und hypoallergen, und Bambus wirkt kühlend und wärmend zugleich, ist atmungsaktiv und besitzt einen natürlichen UV-Schutz.
Das Designlabel hat seit Oktober 2017 einen kleinen Laden am Oberen Graben 15, der gleichzeitig auch als Showroom fungiert.Bis dato wurde die Mode über den Online-Shop und Festivals, wie z.B. dem Tollwood vertrieben. Vielleicht gibt’s demnächst auch mal eine Kooperation mit dem anderen großen Player in  der grünen Fashion-Szene Augsburgs: Degree Cloting. 
Mit nachhaltiger Mode tut man also nicht nur der Umwelt und unserer Nachwelt etwas Gutes, sondern auch sich selbst. Und auch wenn die Welt durch  das Einkaufen und Tragen von nachhaltigen Klamotten nicht von heut‘ auf morgen grüner wird, macht die Masse und ihre Gewohnheiten über einen langen Zeitraum doch den Unterschied. Und bis dahin tut man sich mit den angenehmen Stoffen auf jeden Fall selber was Gutes. 

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Der Life-Tree Showroom am Oberen Graben und die beiden Gründer Martin und Manu.