Quelle: KABEL EINS

Quelle: KABEL EINS

Mein Lokal, dein Lokal am Freitag: Maximilian's

Mein Lokal, dein Lokal in der Fuggerstadt geht in die fünfte Runde und damit ins Finale. Nun ist das Team bei Simon Lang im Maximilian's zu Gast. Profikoch Mike Süsser spricht von einem perfekten Wochenabschluss.

Simon Lang

Der letzte Tag von Mein Lokal, dein Lokal in Augsburg. Die Kandidaten sind bei Simon im Maximilian’s zu Gast. Der Profikoch Mike erklärt unterwegs schon, dass Simon schwere Ambitionen auf einen Michelin-Stern hat und auch in vielen Gourmetführern gelistet ist.  Kaum ist der TV-Koch angekommen, bricht schon die Begeisterung über die Einrichtung und den riesigen Front-Cooking-Bereich aus. Simon bereitet Mike einen Seesaibling zu und filetiert den Fisch gekonnt. Vom Profi sind nur freudige Ausrufe wie: „Ahhh… Hmmmmm… Ohh…“ zu hören. Die Zufriedenheit steht ihm ins Gesicht geschrieben, als er endlich probieren darf. Es sei ein perfekter Abschluss dieser Woche, aber mehr verrät er nicht. Noch nicht. Nur den TV-Zuschauern flüstert er zu: „Also das hat sein eigenes Sexappeal“.  Die Mitstreiter kommen allesamt, passend zum Finale, fein rausgeputzt im Lokal an und Mikes Vermutung dazu ist: „Sie haben wohl eine hohe Erwartung an den Abend und Simon sicherlich vorher gegoogelt“. Für die Zubereitung der Vorspeise besuchen Maddalena und Jaey die Küche und bekommen dort erklärt, dass das Maximilian’s einen besonderen Lachs bezieht, der mit einem bestimmten, schonenden Verfahren getötet wird und somit die Qualität steigt. Jaey bezweifelt das: „Ein Lachs bleibt immer ein Lachs“. Oben drauf gibt es von ihm noch Verbesserungsvorschläge zum Anbraten des Fisches und eine deutliche Kritik am verwendeten Mondamin: „Kenn ich nicht, brauch ich nicht!“ Wir erinnern uns zurück an Dienstag, als auch Jeay beim Kochen Stärke verwendete. Dazu kann Mike nur höhnisch lachen: „Ich würde da jetzt echt aufpassen. Also da braucht man jetzt nicht so tun als ob man es besser könnte.“

Jaey sucht das haar in der (Enten-)suppe

Zurück am Platz, wird der erste Gang serviert und bei Sebastian bricht Begeisterung aus: „Unfassbar gut“. Jaey dagegen sucht wohl das Haar in der (Enten-)Suppe. Sie sei viel zu stark gewürzt und man hätte danach richtig Durst. Simon hält gekonnt dagegen: „Ich wollte halt den Getränkeumsatz steigern“. Nein, Spaß beiseite, die Suppe sei mit keinem einzigen Körnchen Salz gewürzt. Die Kritik kann somit niemand verstehen. Daniel und Sebastian nehmen die Zubereitung des Landuro-Schweinebauchs unter die Lupe und sind beim Schlemmen mehr als entzückt. Der Hauptgang wird gereicht und die Freude über die Gerichte ist sichtbar groß. Maddalena bekommt das bestellte Rinderfilet well done und findet die Produkte auf dem Teller geschmacklich sehr ansprechend. „In Italien sagt man, die Kombi heiratet sich miteinander.“ Mike lacht: „Na schau… und das Fleisch ist tot. Das ist dann wohl eine Hochzeit mit Scheidungsgrund“. Jaeys Haltung bleibt negativ. Der Schweinebauch sei ihm an der Unterseite viel zu trocken, es wäre ihm fast im Halse stecken geblieben. Da fragt sich wohl jeder und ebenso Mike, wie das überhaupt sein kann. Das Fleisch hat reichlich Fett und wird außerdem bei niedrigster Hitze, über zwölf Stunden, mehr als schonend, gegart. Jeay gefällt sich heute wohl in seiner Rolle als Gourmet-Kritiker und erklärt, dass man das schon hätte besser machen können, indem man zum Beispiel die untere Hälfte des Bauchstückes mit Alufolie umwickelt, um es saftiger zu halten... Sebastian schnuppert dagegen für die Zubereitung des Desserts in die Küche. Mike zeigt seine Belustigung: „Er hält den Schneebesen so, als ob er noch nie einen in der Hand gehabt hätte“. Für die Herstellung der Eiscreme darf Sebi Zitronengras mit einer Pfanne zerdeppern, um die ätherischen Öle frei zu setzen. „Das muss ich nicht mal näher zur Nase führen, das riecht intensiv, krass.“ Da wundert einen bei der Bewertung des Desserts sogleich die Kritik von Jaey, der das Zitronengras angeblich überhaupt nicht raus schmeckt. Ansonsten munden die Nachspeisen allen wunderbar. Lediglich Sebastian hat eine klitzekleine Beanstandung, denn er vermisse den Bourbon-Geschmack in seinem Eis. Das kann Simon nicht auf sich sitzen lassen und ordert direkt einen neuen Becher mit vier Löffeln. Und siehe da, jeder kann den Whiskey raus schmecken. Da hat im Dessert wohl einfach der Apfel das Bouquet etwas überdeckt. Sebastian meint mampfend: „Okay, Schuldigung“.  Jetzt müssen nur noch die Punkte vergeben werden. Das Fazit von Jeay fällt schon mal ernüchternd aus: „Wenn ich in so einen Laden gehe, dann muss alles perfekt sein und das war’s nicht!“ und deshalb auch nur eine 7. Mike gefällt das gar nicht und erklärt, dass kein Koch zu 100% den Geschmack von Jedem treffen könne und das würde Jaey auch niemals schaffen. „Also da muss man schon mal von seinem hohen Ross runter kommen“. Insgesamt erreicht Simon mit seinem Maximilian’s 31 Punkte, Gleichstand mit Daniel (Palladio). Nun kommt es auf die Punkte von Profikoch Süsser an. Daniel vergaloppiere sich ein wenig, dennoch starke neun Punkte. Jaey erreicht acht Punkte, denn er selbst hätte die Ente nicht ganz so „furztrocken“ gemacht. Maddalena erhält, wie auch Sebastian acht Zähler. Die Begründung: Er habe das Gericht „General tso’s chicken“ in der Schwarzen Kiste verstanden: „Ich heiße ja nicht Jaey“. Es folgt der Trommelwirbel für die Punkte an das Maximilian’s: Eine glatte 10! Und damit der Sieg für Simon! Abschließend betrachtet hatte sich Simon über die ganzen Tage äußerst fair verhalten und hat, wenn überhaupt, nur fachliche, konstruktive Kritik abgegeben. Außerdem war zu sehen, dass er ein Meister seines Faches ist. Glückwunsch!