Quelle: KABEL EINS

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Mein Lokal, dein Lokal am Donnerstag: Die Schwarze Kiste

Mein Lokal, dein Lokal in der Fuggerstadt geht in die vierte Runde und ist nun bei Sebastian Hrabek und der "Schwarzen Kiste“ zu Gast. Profikoch Mike Süsser ist schon gespannt, denn er hat in den letzten drei Tagen fein gespeist und weiß nicht, ob ein Burger dagegen "anstinken“ kann.

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"Eine der Säulen des Ladens ist die Qualität und die Nachhaltigkeit. Die Produkte sind zum Beispiel von lokalen Anbietern“, erklärt Simon das Konzept seines Lokals. Außerdem ist es kein klassisches Restaurant in dem Sinne, sondern eher eine sogenannte "Viertel Kneipe“. Genug Erklärungen, ab geht’s in die kleine aber feine 10 Quadratmeter Küche. Dort bereitet Koch Peter für Mike Süsser "General tso's chicken“ zu und das ist überraschenderweise kein Burger. Mike ist begeistert, dass genau nach Rezept gearbeitet wird, denn das sei sehr wichtig, wenn man drei Lokale führt und es überall gleich gut schmecken soll. Ups, da unterläuft Koch Peter ein Missgeschick: er trägt keine Handschuhe bei der Zubereitung des Fleisches. Als Mike ihn darauf hinweist, ist er verunsichert: "Oh, also sollte ich lieber welche tragen?“ Ja. Der Profi drückt aber zwei Augen zu und schmunzelt lediglich darüber. Dann der große Moment: er probiert das Gericht! Doch außer, dass es ein gutes und anständiges Gericht sei, verrät er natürlich nichts. Seine Punkte gibt es am Ende der Woche. Alles in allem findet Mike das Konzept des Ladens gut und lobt die Tatsache, dass der Gast der Karte entnehmen kann, woher das Fleisch kommt. Jetzt sind die Mitstreiter an der Reihe. Ist Sebastian angespannt? Nein! Er bereitet sich erst mal einen Kaffee zu und erwartet die Anderen mit Vorfreude. Simon, Jaey, Daniel und Maddalena gefällt schon mal die Außenfassade sehr gut. Das ist ja immerhin ein Anfang, auch wenn Simon noch feixt: "Oh, Schwarze Kiste, na hoffentlich wird das heute kein Begräbnis“. Drinnen wird zugleich von Jaey und Maddalena an der Speisekarte herumgenörgelt, sie sei für einen Burgerladen zu groß und man brauche zehn Minuten um alles zu lesen. Genug gemeckert, nun geht’s ans Eingemachte. Simon und die Dame der Runde spitzeln für die Zubereitung der Vorspeise in die Küche. Koch Peter zeigt ihnen wie er Falafel macht. Dass er die Kichererbsen selbst einweicht rechnen sie ihm hoch an, doch die getrockneten Gewürzpulver finden weniger Gefallen. Simon, der Falafel nie mochte, ist nun ein überzeugter Fan. Zurück am Platz wird die Vorspeise serviert, die alle "ganz gut“ finden. Nicht mehr und nicht weniger. Jaey hat etwas mehr Kritik: Sein Lachs ist "totgebraten“ und zu teuer. Sebastian kann diese Kritik weniger gut annehmen und versteht sie nicht. Komisch, denn alle männlichen Kandidaten haben den Lachs probiert und sind zum selben Ergebnis gekommen. "Rache" von Jaey ist es demnach sicherlich nicht.

Thailand oder gewächshaus - das ist hier die Frage

Für den Hauptgang darf Jaey mit Daniel die Küche besuchen und die beiden nehmen die Zubereitung des "Surf and Turf Burgers“ unter die Lupe. Dabei bricht eine, für den Zuschauer eher sinnfreie Diskussion über Thaibasilikum aus. Ist er nun echt und wirklich aus Thailand, oder ist er doch hier in einem Gewächshaus hochgezogen worden? Es gibt vermutlich wichtigeres … Die Hauptspeise wird etwas mehr kritisiert als der vorherige Gang: Maddalena hat nicht gelesen, dass alle Burger medium gebraten sind und seziert den Ihrigen genau, Daniel ist sein Stück Hähnchen für den Preis zu klein und zu trocken. Trommelwirbel für die Kritik von Jaey, der ebenfalls das Gericht "General tso's chicken“ probiert: der Brokkoli ist zu durch und das Fleisch im Teigmantel ist durch die Soße aufgeweicht und hat im Mund die Konsistenz von Brei! Sein Vorschlag wäre, diese separat zu reichen. Das ist Sebastian eindeutig zu viel: "Das ist eben kein chinesisches Gericht, sondern ein Amerikanisches. Das Problem ist, wenn es SO auf der Karte steht, dann wollen wir das auch genau SO machen und nicht anders!“ Jaey kann dem nur entgegnen: "Okay, wir leben im 21. Jahrhundert. Alles, was alt ist, kann man verbessern und verfeinern.“ Uiuiui, da ist die Laune dann erst mal im Keller und wir erinnern uns an die anfängliche Aussage: "Oh, Schwarze Kiste, na hoffentlich wird das heute kein Begräbnis“. Auch das Dessert kommt nicht ganz ohne Kritik aus: Jaey ist die Banane zu unreif, man bekomme einen pelzigen Mund. Koch Peter kann dies selbst nur bestätigen. An der Rechnungshöhe hat niemand etwas zu beanstanden, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in Ordnung. Wie auch die Tage zuvor gibt es erneut eine mäßige Punktevergabe: Zweimal 6, einmal 7 und einmal 8 Punkte. Damit belegt Sebastian vorerst den dritten Platz. Maddalena rechtfertigt ihre Wertung damit, dass sie sehr enttäuscht darüber sei, wie schlecht Sebastian mit Kritik umgehen kann. Am heutigen Freitagabend stellt uns Simon das "Maximillian’s" vor. Die Vorschau zeigt Maddalena und Jaey, die gleich mal klarstellen, dass die Gerichte einiges kosten und dadurch auch die Ansprüche steigen. Wir sind gespannt, wie sich Simon heute Abend behaupten wird und ob er den Erwartungen der Anderen gerecht werden kann.